[VOM WERDEN]

 

1966 bekam das Beatles-Album 'Revolver' seine erste Chance und ich zur Konfirmation eine erste Kamera geschenkt. Eine Polaroid 'Land Camera 103'. Ich besitze sie heute noch. Von aufkeimender Leidenschaft oder wachsendem Interesse an Fotografie war damals allerdings wenig zu merken... 

 

 Jahre später, mit Mitte /Ende zwanzig, wurde es ernst. Examen Grafik - und Fotostudium, Workshops und ein engagierter Fotoclub. Erste Herausforderung: Das Max-Ernst-Stipendium in Brühl. Ich wurde Finalist als einziger Fotograf unter den Bewerbern und damit erstmals Mitglied einer Künstlergruppe.

 

Besonders die beiden Studiengänge eröffneten in ihren unterschiedlichen Disziplinen eine für mich neue Sichtweise auf die Fotografie aus differenzierteren Blickwinkeln. Und zwangen förmlich dazu, ein Ding, einen Menschen oder eine Landschaft sehr unterschiedlich zu betrachten. Das hat meine spätere grafische Arbeit in Agenturen geprägt und die Gestaltung meiner eigenen Bildwelten intensiv - bis heute - beeinflusst.

 

Auch seit Beginn meines Digitalen Fotografierens, kehre ich deshalb stets an vertraute Orte mehr oder weniger regelmäßig zurück. Jedesmal finde ich sie verändert vor. Durch Lichtverhältnisse oder durch menschliche Eingriffe. Ein und dasselbe Ding, dennoch anders. Deshalb bleibe ich gern dabei, im Alltäglichen das Besondere zu finden. Langsam und ruhig. The Poetry of Slow Movement.

 

Seit etwa 9 Jahren zeige ich nun wieder meine poetischen Arbeiten öffentlich in Ausstellungen und Büchern. Aufwändig bearbeitete, digitale fotografische 'Realitätsüberhöhungen'. In der Überhöhung steckt das Indiz - der manipulierte Eingriff am Rechner, der für mich die eigenschöpferische Genugtuung darstellt und die kreative Leistung formuliert. Changierend zwischen Figuration und Abstraktion. Manchmal dem Wesen der Malerei nahe, selbstverständlich ohne sich mit ihr vergleichen zu wollen. Dazu fehlt der Fotografie naturbedingt die Materialität.

 

Aber eben jene bewussten Eingriffe - ausgedrückt durch Bildaufbau, Lichtsituation und digitale Manipulation von Farbe und Schärfe - machen meine Fotoarbeiten heute unique und meinen Stil wiedererkennbar.

 

Mario van Middendorf | Köln 2017

 


TRUTH WELL TOLD IS NOT ENOUGH.

[FREUNDLICHER HINWEIS]  

 

MARIO VAN MIDDENDORF wird als Künstler vertreten durch die Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst, Weberstr. 61,  D 53113 Bonn,

Urh.-Nr. 2311974. Die Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und jede Art der Verwertung außerhalb der Grenzen des Urheberrechtes und /oder individueller, schriftlicher Vereinbarungen sind nicht gestattet. Falls Sie Interesse an Arbeiten haben, von denen Sie glauben, sie seien wie geschaffen für Ihre Räume, Ihre Homepage oder als CD-Cover / Buchtitel, nehmen Sie bitte Kontakt mit mir auf.

 

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